DAK-Gesundheitsreport NRW 2016

Mit die meisten Krankschreibungen in Recklinghausen

Die Nachrichten auf Radio Vest meldeten: „Wir im Vest sind überdurchschnittlich häufig krank. Das steht im Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK. Das Vest steht in Sachen Krankmeldungen landesweit fast an der Spitze - nur in Gelsenkirchen und Bottrop ist der Krankenstand noch höher“.

Der Krankenstand in Nordrhein-Westfalen erreichte im vergangenen Jahr mit 4,1 Prozent den höchsten Wert seit 16 Jahren. Frauen fehlen häufiger im Job als Männer. Ihr Krankenstand lag im vergangenen Jahr 16 Prozent höher. Die Studie zeigt auch, dass Männer und Frauen anders krank sind: In NRW haben Männer 73 Prozent mehr Fehltage bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Frauen 64 Prozent mehr bei Krebsleiden.

Für die repräsentative Studie wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen DAK-Mitglieder in Nordrhein-Westfalen aus. Der höchste Krankenstand seit 16 Jahren bedeutet, dass 2015 von 1.000 Erwerbstätigen durchschnittlich pro Tag 41 krankgeschrieben waren. Für die meisten Ausfalltage waren mit rund 22 Prozent die sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenleiden verantwortlich. Bei den psychischen Erkrankungen gab es einen Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie belegten mit 18 Prozent den zweiten Platz. Atemwegserkrankungen lagen auf Platz drei mit rund 15 Prozent Anteil an allen Fehltagen. Hier gab es durch eine starke Erkältungswelle einen Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Insgesamt ist der viel zitierte kleine Unterschied größer als gedacht“, sagt DAK-Landes-Chef Veen. „Die Studie zeigt, dass Männer und Frauen von ganz unterschiedlichen Krankheitsprofilen betroffen sind. Die Ergebnisse unserer Studie können für eine geschlechtersensible Gesundheitsförderung in den Betrieben eine wichtige Grundlage sein“, so Veen.

Übrigens: Die Branche mit dem höchsten Krankenstand war 2015 das Gesundheitswesen mit 4,9 Prozent. Die wenigsten Fehltage hatte der Wirtschaftszweig Rechtsberatung und andere Dienstleistungen mit 3,3 Prozent.

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Mehr: https://www.dak.de/dak/landes-themen/Gesundheitsreport_NRW_2016-1807118.html

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